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Okan Askar
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Webdesign6 Min.10. August 2026

WordPress oder Webflow: Was passt wirklich zu Ihrem Business?

WordPress vs Webflow: Ehrlicher Vergleich für KMU. Kosten, Wartung, Flexibilität – welches System wirklich zu Ihrem Business passt. Jetzt lesen.

WordPress oder Webflow: Was passt wirklich zu Ihrem Business?

Die Frage lässt sich in einem Satz beantworten.

Wenn Sie beim Thema WordPress vs Webflow eine ehrliche Antwort erwarten: WordPress ist das richtige Werkzeug, wenn Sie maximale Flexibilität brauchen und bereit sind, sich um Updates und Plugins zu kümmern. Webflow passt, wenn Sie eine designstarke Website wollen, die wenig technische Wartung verlangt. Alles andere hängt von Ihrem Budget, Ihrem Geschäftsmodell und davon ab, wie viel Kontrolle Sie tatsächlich brauchen.

So viel zur Kurzversion.

Jetzt die Details, die Ihnen wirklich bei der Entscheidung helfen.

Die Ausgangslage: Zwei Systeme, zwei Philosophien

WordPress gibt es seit 2003.

Über 43% aller Websites weltweit laufen damit, laut W3Techs (Stand Mai 2024).

Das ist eine brutale Marktdominanz.

Webflow kam 2013 auf den Markt und hat heute rund 1,5% Marktanteil, wächst aber rasant, besonders im Design- und Agenturumfeld.

Warum der Unterschied so wichtig ist: WordPress ist ein Open-Source-CMS, das Sie auf Ihrem eigenen Server installieren. Webflow ist eine gehostete Plattform, bei der Design, CMS und Hosting aus einer Hand kommen.

Stellen Sie sich WordPress wie ein leeres Grundstück vor, auf dem Sie jedes Haus bauen können, aber den Architekten, die Handwerker und den Gärtner selbst organisieren müssen.

Webflow ist eher ein Fertighaus mit exzellentem Design, schneller Bauzeit und einem Hausmeister-Service inklusive.

Beides hat seinen Platz.

Was Sie bei den Kosten wirklich erwartet

Hier wird es konkret.

WordPress: Die Software selbst ist kostenlos. Hosting bei einem deutschen Anbieter wie Raidboxes kostet ab 15 Euro pro Monat. Ein professionelles Theme liegt zwischen 50 und 80 Euro einmalig. Dann kommen Plugins: ein gutes SEO-Plugin wie Rank Math Pro kostet 59 Dollar pro Jahr, ein Formular-Plugin wie Gravity Forms ab 59 Dollar. Zusammen landen Sie bei mindestens 300 bis 500 Euro im ersten Jahr, ohne Agenturkosten.

Webflow: Der Site-Plan „Basic" startet bei 14 Dollar pro Monat, der CMS-Plan bei 23 Dollar. Für einen Online-Shop brauchen Sie den Business-Plan ab 39 Dollar. Plugins gibt es kaum, weil die meisten Funktionen eingebaut sind. Erstes Jahr: etwa 170 bis 470 Dollar, je nach Plan.

Der Haken bei WordPress: Die wahren Kosten stecken in der Wartung.

Plugin-Updates, Sicherheits-Patches, Server-Optimierung. Wenn Sie das an eine Agentur auslagern, rechnen Sie mit 80 bis 200 Euro monatlich für einen soliden Wartungsvertrag.

Bei Webflow fällt das weitgehend weg.

Flexibilität: Wo WordPress unschlagbar bleibt

Ich habe letzte Woche mit dem Inhaber einer Physiotherapie-Praxis in Zürich telefoniert.

Er brauchte ein Online-Buchungssystem, eine Mitgliederverwaltung und einen Blog, alles auf einer Website.

Für so einen Fall ist WordPress die klare Wahl.

Mit über 60.000 Plugins im offiziellen Verzeichnis lässt sich fast jede Funktion nachrüsten: E-Commerce über WooCommerce, Mitgliederbereiche mit MemberPress, Buchungssysteme mit Amelia.

Webflow hat diese Tiefe schlicht nicht.

Ja, es gibt Integrationen über Zapier und Make (ehemals Integromat). Aber wenn Sie eine komplexe Webanwendung brauchen, bei der 14 verschiedene Systeme ineinandergreifen, stoßen Sie bei Webflow an echte Grenzen.

Für eine Unternehmenswebsite mit 5 bis 20 Seiten, einem Blog und einem Kontaktformular ist Webflow dagegen oft die smartere Option.

Weniger bewegliche Teile. Weniger Fehlerquellen.

Wartung und Sicherheit: Der stille Kostenfresser

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen beim Thema WordPress vs Webflow.

WordPress-Websites werden gehackt.

Regelmäßig.

Sucuri hat in seinem Website Threat Research Report 2023 dokumentiert, dass 96,2% aller gehackten CMS-Seiten auf WordPress liefen.

Das klingt dramatisch, liegt aber an der Verbreitung und daran, dass viele Betreiber ihre Updates ignorieren.

Mein Bildschirm zeigte letzten Monat die Website eines Kunden, bei dem drei Plugins seit 11 Monaten nicht aktualisiert waren.

Die Seite war kompromittiert, Google hatte sie bereits mit einer Malware-Warnung versehen, und der organische Traffic war um 73% eingebrochen.

Die Reparatur hat 1.800 Euro gekostet.

Bei Webflow existiert dieses Problem praktisch nicht, weil es keine Plugins gibt, die veralten können, und das Hosting von Webflow selbst verwaltet wird, mit SSL, CDN über Amazon CloudFront und automatischen Backups.

Design und Geschwindigkeit: Wo Webflow glänzt

Webflow-Websites laden schnell.

Der Grund: sauberer, schlanker Code ohne Plugin-Ballast.

Ein Google PageSpeed-Score von 90+ ist bei Webflow fast Standard, während WordPress-Seiten oft bei 50 bis 70 landen, wenn nicht aktiv optimiert wird.

Und das Design? Webflow gibt Ihnen als Designer oder Agentur pixelgenaue Kontrolle. Jede Animation, jede Interaktion lässt sich visuell bauen, ohne eine Zeile Code.

WordPress kann das auch, mit Elementor oder Bricks Builder, aber es fühlt sich anders an.

Schwerer.

Wie der Unterschied zwischen einem Bleistift auf Papier und einem Bleistift mit Handschuhen.

Für wen ist was die bessere Wahl?

WordPress passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie einen Online-Shop mit mehr als 50 Produkten planen
  • Sie komplexe Funktionen brauchen (Buchungssysteme, Mitgliederbereiche, Multisite)
  • Sie bereits ein WordPress-Setup haben und es weiterentwickeln wollen
  • Sie langfristig volle Kontrolle über Server und Daten behalten möchten

Webflow passt zu Ihnen, wenn:

  • Sie eine Unternehmenswebsite mit 5 bis 30 Seiten brauchen
  • Design und Ladegeschwindigkeit für Sie Priorität haben
  • Sie keine Lust auf ständige Plugin-Updates und Sicherheits-Patches haben
  • Sie eine Agentur beauftragen und ein wartungsarmes Ergebnis erwarten

Wenn Sie zwischen beiden Systemen stehen: Fragen Sie sich, wie viel Zeit und Geld Sie in die laufende Pflege investieren wollen.

Das ist meistens der entscheidende Faktor.

Mein persönliches Fazit zum Thema WordPress vs Webflow

Es gibt keine universelle Antwort.

Jeder, der Ihnen sagt „System X ist immer besser", will Ihnen etwas verkaufen.

Was ich meinen Kunden sage: Wählen Sie das System, das zu Ihren Anforderungen in den nächsten 3 Jahren passt. Nicht das, was gerade im Trend liegt.

Und wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie uns reden.

Häufige Fragen

Ist Webflow besser als WordPress für SEO?

Beide Plattformen ermöglichen starkes SEO. Webflow liefert von Haus aus sauberen Code und schnelle Ladezeiten. WordPress bietet mit Plugins wie Rank Math oder Yoast tiefere SEO-Kontrolle. Für die meisten KMU-Websites liefern beide Systeme vergleichbare Ergebnisse, wenn sie professionell aufgesetzt werden.

Kann ich von WordPress zu Webflow wechseln?

Ja, ein Umzug ist möglich. Webflow bietet einen WordPress-Importer für Blog-Inhalte. Seiten-Layouts müssen allerdings neu gebaut werden. Rechnen Sie bei einer Website mit 15 Seiten und Blog mit 2 bis 4 Wochen Migrationszeit.

Was kostet eine professionelle Website mit WordPress oder Webflow?

Eine professionell gestaltete WordPress-Website liegt im DACH-Raum typischerweise zwischen 3.000 und 12.000 Euro. Webflow-Projekte bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen, oft mit niedrigeren laufenden Wartungskosten. Die Agenturkosten hängen vom Umfang ab, das System selbst macht beim Projektpreis selten den Unterschied.

Brauche ich Programmierkenntnisse für Webflow?

Nein, aber ein Verständnis für HTML- und CSS-Logik hilft enorm. Webflow arbeitet mit einem visuellen Editor, der CSS-Eigenschaften abbildet. Wenn Ihnen Begriffe wie Flexbox oder Margin nichts sagen, sollten Sie eine Agentur einbinden, statt selbst zu bauen.

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